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Agenda

Kurz gesagt

Agenda ist eine Kanzlei- und Buchhaltungssoftware aus Rosenheim und vor allem in Süddeutschland verbreitet. Sie deckt Finanzbuchführung, Lohnabrechnung, Anlagenbuchführung und den Jahresabschluss ab und richtet sich an kleinere bis mittlere Kanzleien sowie deren Mandanten. In Bewerbungen taucht sie deutlich seltener auf als DATEV, obwohl der Arbeitsalltag derselbe ist.

Worum es geht

Agenda Informationssysteme bietet Module, die sich einzeln lizenzieren lassen: Finanzbuchhaltung, Lohn, Anlagenbuchführung, Steuern und Kanzleiorganisation. Kanzleien schätzen den vergleichsweise schlanken Zuschnitt, Mandanten die einfache Vorerfassung. Wer Agenda kennt, kennt zugleich die Arbeitsweise kleinerer Kanzleien mit direktem Mandantenkontakt statt arbeitsteiliger Spezialisierung.

Wofür es im Alltag gebraucht wird

Aufwand

Zwei bis vier Wochen für jemanden, der aus DATEV, ADDISON oder einem vergleichbaren Programm kommt; die Umstellung betrifft Bedienung und Auswertungswege, nicht die Fachlichkeit. Wer dagegen aus einer Unternehmensbuchhaltung ohne Mandantenlogik kommt, braucht länger für das Denken in Mandanten, Wirtschaftsjahren und Abgabefristen. Die Lohnmodule sind wie überall ein eigenes Kapitel.

Wirkung aufs Gehalt

Keiner. In Steuerkanzleien bestimmen Berufsjahre, Abschlusssicherheit und die Zahl eigenverantwortlich betreuter Mandate das Gehalt. Die Software steht auf keiner Gehaltsstufe.

Wie knapp ist das am Markt?

Agenda-Erfahrung ist regional konzentriert; in Bayern findet man sie deutlich häufiger als bundesweit. Kanzleien mit Agenda tun gut daran, ihre Ausschreibung nicht auf das Programm zuzuspitzen, sondern auf die Mandantenbetreuung. Der Fachkräftemangel in Steuerkanzleien ist ohnehin so ausgeprägt, dass ein Softwarekriterium den Kreis zusätzlich verengt.

Häufige Fragen

Ist Agenda mit DATEV vergleichbar?

Im Leistungsumfang für die laufende Buchführung und den Lohn ja. Unterschiede liegen in der Datenhaltung, im Umfang der Zusatzmodule und im Preismodell. Für die tägliche Arbeit einer Steuerfachangestellten ist der Unterschied vor allem einer der Oberfläche.

Können Agenda-Daten an eine DATEV-Kanzlei übergeben werden?

Ein Austausch über gängige Buchungsstapel-Formate ist üblich, die Vollständigkeit hängt aber vom Einzelfall ab. Bei einem Kanzleiwechsel sollte die Datenübernahme vorab konkret geklärt werden, insbesondere für Anlagenbuchführung und Vorjahreszahlen.

Lohnt sich eine Bewerbung, wenn die Kanzlei DATEV nutzt?

Ja. Steuerkanzleien suchen händeringend Fachkräfte, und ein Programmwechsel kostet wenige Wochen. Wer im Anschreiben benennt, welche Mandate er in welcher Größe betreut hat, wird über die Software selten aussortiert.

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