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Autodesk Inventor

Kurz gesagt

Autodesk Inventor ist ein parametrisches 3D-CAD-System für Maschinen-, Anlagen- und Sondermaschinenbau. Es steht in direkter Konkurrenz zu SolidWorks und spielt seine Stärke dort aus, wo viel mit DWG-Bestandsdaten und AutoCAD-Umgebungen gearbeitet wird. Besonders leistungsfähig ist es bei regelbasierten Konstruktionen, weil sich Varianten über iLogic-Regeln automatisieren lassen.

Worum es geht

Inventor modelliert volumenbasiert aus Skizzen und Features, verwaltet Baugruppen über Abhängigkeiten und leitet daraus Zeichnungen ab. Der Rahmengenerator, das Blechmodul und das Content Center mit Normteilen decken typische Aufgaben im Maschinenbau ab. Die Datenverwaltung läuft üblicherweise über Vault, das Versionen, Freigaben und Stücklistenstände führt.

Wofür es im Alltag gebraucht wird

Aufwand

Umsteiger von SolidWorks oder einem anderen parametrischen System sind nach zwei bis vier Wochen produktiv. Aus reiner 2D-Praxis dauert es Monate, weil der Modellaufbau erlernt werden muss und nicht das Menü. iLogic und Vault sind eigene Themen: iLogic setzt Grundverständnis für Regeln und einfache Programmierlogik voraus, Vault verlangt Disziplin beim Ein- und Auschecken.

Wirkung aufs Gehalt

Kein Aufschlag für das Programm. Wo sich Inventor-Erfahrung auszahlt, ist die Automatisierung: Konstrukteure, die Variantenkonstruktion mit iLogic aufbauen und damit Angebots- und Fertigungszeiten senken, übernehmen meist Verantwortung für Konstruktionsstandards. Diese Aufgabe verändert die Einstufung, nicht das CAD-Kürzel im Lebenslauf.

Wie knapp ist das am Markt?

Inventor ist im deutschen Mittelstand weit verbreitet, besonders in Betrieben, die seit langem mit Autodesk-Produkten arbeiten. Der Bewerbermarkt ist etwas kleiner als bei SolidWorks, die Erfahrung aber gut übertragbar. Gesucht werden vor allem Konstrukteure mit Sondermaschinenbau-Hintergrund, die eine Anlage bis zur Montage zu Ende denken.

Häufige Fragen

Inventor oder SolidWorks — welches sollte ich lernen?

Für den Einstieg ist die Frage weniger wichtig, als sie klingt: Wer eines der beiden Systeme sicher beherrscht, wird im anderen binnen weniger Wochen produktiv. Entscheidend ist, welches System der Zielbetrieb einsetzt und ob Vault oder ein anderes PDM dazukommt.

Was leistet iLogic?

Mit iLogic werden Konstruktionsregeln hinterlegt, die Bauteile und Baugruppen automatisch anpassen. Aus einer Parametereingabe entsteht dann eine vollständige Variante samt Zeichnung und Stückliste. Für Betriebe mit hoher Variantenzahl ist das der größte Hebel, verlangt aber saubere Modelle als Grundlage.

Wie gut arbeitet Inventor mit AutoCAD zusammen?

Besser als die meisten Fremdsysteme, weil beide aus demselben Haus kommen und DWG nativ verarbeitet wird. Bestandszeichnungen lassen sich als Grundlage einbinden und Ableitungen wieder als DWG ausgeben, was in Betrieben mit gemischter Datenlage viel Aufwand spart.

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