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Geprüfter Bankfachwirt (IHK)

Kurz gesagt

Der Geprüfte Bankfachwirt (IHK) ist die Aufstiegsfortbildung für Bankkaufleute und in Kreditinstituten die übliche Voraussetzung für eigenverantwortliche Kunden- oder Kreditbetreuung. Er vertieft Kredit-, Anlage- und Auslandsgeschäft und ergänzt sie um betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen. Im Deutschen Qualifikationsrahmen ist er auf Bachelor-Niveau eingeordnet.

Worum es geht

Der Lehrgang behandelt die Geschäftsfelder einer Bank in ihrer aufsichtsrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Logik: Kreditwürdigkeitsprüfung und Sicherheiten, Anlage- und Vorsorgeprodukte, Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft, dazu Rechnungswesen, Recht und Bankcontrolling. Zugelassen wird in der Regel, wer eine Ausbildung zum Bankkaufmann und danach Praxis mitbringt. Die Prüfung kombiniert schriftliche Klausuren mit einer mündlichen Prüfung.

Wofür es im Alltag gebraucht wird

Aufwand

Berufsbegleitend dauert die Vorbereitung als Spanne je nach Anbieter und Modell etwa 18 bis 30 Monate. Die Kosten liegen als Spanne etwa zwischen 3.000 und 7.000 Euro plus Prüfungsgebühren; Kreditinstitute übernehmen sie häufig ganz oder teilweise, teils gegen Bindungsvereinbarung. Aufstiegs-BAföG kommt grundsätzlich in Betracht, sofern keine vollständige Kostenübernahme durch den Arbeitgeber erfolgt.

Wirkung aufs Gehalt

In Banken ist die Vergütung überwiegend tariflich strukturiert, weshalb der Abschluss vor allem über die Zuordnung zu einer höheren Tarifgruppe und über den Zugang zu Betreuungspositionen wirkt. Außerhalb der Bank ist er weniger bekannt und wird dann an den Inhalten gemessen — Bilanzanalyse und Risikobewertung sind übertragbar, Produktkenntnis kaum. Wer wechseln will, sollte deshalb die Analysekompetenz in den Vordergrund stellen.

Wie knapp ist das am Markt?

Der Bankensektor baut Filialstrukturen weiter um, gleichzeitig fehlen erfahrene Kreditanalysten und Firmenkundenbetreuer. Für Wechsler ist bemerkenswert, dass Industrie- und Bauunternehmen genau diese Bilanz- und Bonitätskompetenz im Kreditmanagement und Debitorenbereich suchen. Der Sprung gelingt am ehesten dort, wo Kundenbonität und Zahlungsverhalten laufend beurteilt werden müssen.

Häufige Fragen

Bringt der Bankfachwirt außerhalb der Bank etwas?

Ja, aber indirekt. Bilanzanalyse, Bonitätsbeurteilung und Sicherheitenverständnis sind in Kreditmanagement, Debitorenbuchhaltung und Controlling unmittelbar verwertbar. Der Titel selbst sagt außerhalb der Branche wenig, die dahinterliegenden Fähigkeiten sehr viel.

Wie geht es nach dem Bankfachwirt weiter?

Der klassische nächste Schritt innerhalb der Bankfortbildungen ist der Bankbetriebswirt, danach folgen weiterführende Programme der Bankakademien. Alternativ setzen viele auf ein berufsbegleitendes Studium, wenn ein Wechsel aus dem Bankbereich denkbar ist.

Wird er beim Quereinstieg in die Industrie anerkannt?

Er wird als kaufmännische Qualifikation auf Fachwirtniveau anerkannt, ersetzt aber keine industriespezifische Erfahrung. In Auswahlgesprächen zählt vor allem, ob man Kennzahlen aus einem Jahresabschluss selbstständig interpretieren kann. Genau das lässt sich mit konkreten Fällen gut belegen.

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