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Was verdient ein CNC-Dreher 2026?

Kurz gesagt

Ein CNC-Dreher verdient mit vier bis acht Jahren Berufserfahrung 39.000 bis 51.000 € Jahresbrutto (Basis Metropolregion Nürnberg). Der Einstieg nach der Ausbildung liegt bei 31.000 bis 37.000 €, Einrichter an Langdrehautomaten mit Gegenspindel erreichen 45.000 bis 56.000 €. Der größte einzelne Hebel ist der Maschinentyp: Wer den Langdreher mit Stangenlader, Gegenspindel und angetriebenen Werkzeugen selbst einrichtet, liegt regelmäßig 6.000 bis 9.000 € über einem Dreher, der am Zyklendreher Einzelteile fertigt.

Gehaltsspanne nach Erfahrung

Drehen wirkt von außen wie ein einheitlicher Beruf, zerfällt beim Gehalt aber in zwei Welten. Auf der einen Seite steht die Einzel- und Kleinserienfertigung am Futterdrehautomaten, auf der anderen die Komplettbearbeitung am Langdreher, bei der ein Teil in einem Durchlauf fertig wird. Die folgenden Werte gelten für Vollzeit im Raum Nürnberg, ohne Schichtzuschläge.

Erfahrung / RolleJahresbrutto
Berufseinstieg nach Ausbildung (0–2 J.)31.000 – 37.000 €
Bediener am Zyklendreher, Serie (2–4 J.)34.000 – 42.000 €
Erfahren, richtet selbst ein (4–8 J.)39.000 – 51.000 €
Einrichter Langdreher mit Gegenspindel45.000 – 56.000 €
Vorarbeiter / Schichtführer Dreherei49.000 – 60.000 €

Der Maschinentyp entscheidet, nicht das Dienstalter

Ein Langdrehautomat läuft im besten Fall mannlos durch, weil der Stangenlader nachschiebt und die Gegenspindel die Rückseite gleich mitmacht. Genau deshalb ist die Person teuer, die ihn zuverlässig einrichtet: Jede Stunde, in der die Maschine nach dem Rüsten sauber produziert, ist Geld, das ohne Bediener verdient wird. Am Futterdrehautomaten mit häufigem Teilewechsel entsteht dieser Effekt nicht in gleicher Höhe.

  • Langdreher selbstständig rüsten inklusive Stangenlader und Führungsbuchse — der deutlichste Gehaltseffekt
  • Gegenspindel und angetriebene Werkzeuge für die Komplettbearbeitung nutzen
  • Schnittwerte und Spanbruch so auslegen, dass die Späne den Prozess nicht stören
  • Standzeiten und Werkzeugwechselstrategie über die Losgröße im Griff haben
  • Maßdrift früh erkennen: Rundlauf, Passungen und Gewinde selbst messen und korrigieren

Regionale Unterschiede

RegionAbweichungErfahren (4–8 J.)
München, Frankfurt+10–15 %43.000 – 59.000 €
Stuttgart, Hamburg+6–10 %41.000 – 56.000 €
Nürnberg, Köln, LeipzigBasis39.000 – 51.000 €
Mittelstädte−3–6 %37.000 – 49.000 €
Ländlicher Raum−6–10 %35.000 – 48.000 €

Betriebsgröße und Fertigungsart

UmfeldTypisches Niveau (erfahren)Besonderheit
Tarifgebundene Industrie43.000 – 55.000 €13. Gehalt, 35-Stunden-Woche
Drehteilefertigung, Großserie41.000 – 53.000 €Langdreher, mannarme Schichten
Lohnfertigung, Einzel- und Kleinserie37.000 – 48.000 €Ständig neue Teile, viel Rüsten
Medizin- und Verbindungstechnik40.000 – 53.000 €Enge Toleranzen, Dokumentationspflicht

Zuschläge, die messbar wirken

  • Zwei- oder Dreischicht: 10 bis 20 % mehr ausgezahltes Einkommen über steuerfreie Zuschläge
  • Langdreh-Erfahrung an gängigen Automaten: 3.000 bis 6.000 €, weil der Bewerberkreis klein ist
  • Eigenständiges Programmieren an der Steuerung statt reines Abrufen: 3.000 bis 5.000 €
  • Betreuung mehrerer Maschinen parallel (Mehrmaschinenbedienung): 2.000 bis 4.000 €
  • Erstmusterprüfbericht und Messraumarbeit selbst übernehmen: 2.000 bis 4.000 €

Der schnellste Weg nach oben

Wer an der Maschine bleiben will, holt am meisten aus dem Wechsel vom Futterdreh- zum Langdrehautomaten heraus — das ist ein echter Kompetenzsprung und wird bezahlt. Wer die Schicht verlassen will, geht über den Industriemeister Metall oder den staatlich geprüften Techniker in Arbeitsvorbereitung, Programmierung oder Schichtführung; berufsbegleitend sind zwei bis drei Jahre realistisch. Die Fortbildung lässt sich über das Aufstiegs-BAföG fördern.

Häufige Fragen

Welche Steuerung sollte ein CNC-Dreher beherrschen?

In der Drehtechnik dominiert Fanuc, gefolgt von Siemens und maschinenspezifischen Dialogsteuerungen. Wichtiger als die Marke ist, dass Sie an einer Steuerung wirklich sicher sind — Erfahrene finden sich in eine neue meist in wenigen Wochen ein. Deutlich schwerer wiegt der Wechsel von der Futterdrehmaschine auf den Langdrehautomaten: Das ist eine andere Arbeitsweise, keine andere Bedienoberfläche.

Verdient ein CNC-Dreher weniger als ein CNC-Fräser?

Im Schnitt liegen beide dicht beieinander, der Fräser meist rund 1.000 € höher. Das liegt weniger am Verfahren als daran, dass im Fräsen häufiger 5-Achs-Bearbeitung und CAM-Programmierung verlangt werden. Ein Einrichter am Langdrehautomaten verdient in der Regel mehr als ein Fräser an einem 3-Achs-Standardzentrum.

Bringt Schichtarbeit wirklich so viel mehr?

Netto stärker als brutto. Nachtzuschläge sind bis 25 Prozent, Sonntagszuschläge bis 50 Prozent und Feiertagszuschläge bis 150 Prozent des Grundlohns steuer- und sozialabgabenfrei, jeweils in den gesetzlichen Grenzen. Bei Dreischicht summiert sich das häufig auf 10 bis 20 Prozent mehr ausgezahltes Einkommen. Ob das die Belastung wert ist, bleibt eine persönliche Entscheidung — rechnen Sie den Effekt vorher konkret durch.

Lohnt sich der Wechsel in die Programmierung?

Finanziell meist ja, weil die Schicht wegfällt und trotzdem 45.000 bis 56.000 € erreichbar sind. Der Haken: Ohne Schichtzuschläge fällt das ausgezahlte Einkommen im ersten Jahr manchmal sogar leicht, obwohl das Bruttogehalt steigt. Wer wechselt, sollte diesen Effekt einkalkulieren statt sich später überrascht zu fühlen.

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