Personalvermittlung Öffentlicher Dienst & kommunale Betriebe
Kommunen, Landkreise, Landesbehörden und kommunale Eigenbetriebe sind an Haushaltsrecht und Tarifrecht gebunden und wirtschaften nicht auf Gewinn, sondern auf Auftragserfüllung. Personal ist dort kein flexibler Kostenblock, sondern eine im Stellenplan beschlossene Größe, die vor der Ausschreibung politisch freigegeben sein muss. Gleichzeitig übernehmen kommunale Betriebe zunehmend Aufgaben, die technisch und kaufmännisch auf Industrieniveau liegen.
Was das Recruiting hier anders macht
Nicht der Kandidat bestimmt hier das Tempo, sondern das Verfahren: Die Stelle muss im Stellenplan hinterlegt sein, wird mit fester Entgeltgruppe ausgeschrieben, und die Auswahl läuft über Gremien und die Beteiligung der Personalvertretung — bis zur Zusage vergehen regelmäßig Wochen, in denen ein privatwirtschaftlicher Arbeitgeber den Kandidaten längst gebunden hat. Die Eingruppierung selbst ist nicht verhandelbar, weil sie sich aus der Tätigkeit ergibt; verhandelbar sind ausschließlich die Anerkennung einschlägiger Vorerfahrung für die Stufenzuordnung und in ausgewiesenen Mangelberufen eine gesonderte Zulage. Wer einmal eingetreten ist, verlässt den Bereich selten wieder — Zusatzversorgung, Arbeitszeitregelung und Beschäftigungssicherheit werden höher gewichtet als ein Gehaltssprung, was diese Beschäftigten für Abwerbung fast unerreichbar macht und zugleich unser stärkstes Argument ist, wenn wir für kommunale Arbeitgeber suchen. In sicherheitsrelevanten Bereichen kommt eine Überprüfung vor dem Eintritt dazu, die den Starttermin zusätzlich nach hinten schiebt.
Die Engpassprofile
- Bauingenieure und Bauleiter für Hoch-, Tief- und Straßenbauämter
- IT-Administratoren für Verwaltungsnetze mit erhöhten Sicherheitsanforderungen
- Sachbearbeiter im Finanz- und Rechnungswesen mit Erfahrung in doppischer Haushaltsführung
- Personalsachbearbeiter mit sicherer Kenntnis des einschlägigen Tarifrechts
- Technisches Personal für Bauhöfe, Klärwerke und kommunale Eigenbetriebe
Gehaltstendenz
Im kaufmännischen Bereich liegt der öffentliche Dienst unter dem Basisniveau der Metropolregion Nürnberg — nicht wegen fehlender Wertschätzung, sondern weil die Entgelttabelle für alle gleichermaßen gilt und ein einzelner Bewerber nicht herausgehoben werden kann, ohne das gesamte Gefüge zu verschieben. Ein Bilanzbuchhalter erreicht die in der freien Wirtschaft übliche Spanne von 52.000 bis 68.000 Euro hier praktisch nur mit Leitungsverantwortung. Bei technischen Mangelberufen wie Bauingenieuren schrumpft der Abstand deutlich, weil zusätzliche Zulagen und die Anerkennung von Berufsjahren bei der Stufenzuordnung gezielt eingesetzt werden; hinzu kommen betriebliche Altersversorgung und Arbeitszeitregelungen, die im Vergleich mit einem Bauunternehmen mehr wiegen als die reine Jahreszahl.
Starke Regionen
Kommunen und Landkreise bundesweit · Berlin und Bundesbehördenstandorte · Nordrhein-Westfalen · Bayern (München, Metropolregion Nürnberg) · Baden-Württemberg (Stuttgart, Karlsruhe)
Rollen, die wir hier besetzen
Häufige Fragen
Warum dauern Besetzungsverfahren im öffentlichen Dienst so lange?
Weil mehrere Instanzen beteiligt sind: Die Stelle muss haushaltsrechtlich freigegeben sein, die Ausschreibung erfolgt formal, und an der Auswahl wirkt die Personalvertretung mit. Wir bereiten Kandidaten auf diesen Zeitrahmen vor, damit sie nicht mitten im Verfahren ein schnelleres Angebot annehmen.
Lässt sich das Gehalt im TVöD verhandeln?
Die Entgeltgruppe nicht, sie ergibt sich aus der Tätigkeit. Verhandelbar sind die Stufenzuordnung über die Anerkennung einschlägiger Berufserfahrung und in Mangelberufen gesonderte Zulagen. Wer mit einer Wunschgehaltsvorstellung ins Gespräch geht, sorgt für Irritation statt für ein besseres Ergebnis.
Wie gewinnt eine Kommune Fachkräfte gegen die Industrie?
Über Planbarkeit, Zusatzversorgung und Sinnbezug der Aufgabe. Bei technischen Mangelberufen kommen Zulagen und die Anerkennung von Vorerfahrung dazu. Wir formulieren diese Argumente in der Ansprache aus, statt sie in der Ausschreibung dem Zufall zu überlassen.
